Mit ‘.deb’ getaggte Artikel

TTCut unter Ubuntu 9.10

Samstag, 21. November 2009

Nach dem Upgrade auf Karmic Koala findet man natürlich doch das eine oder andere Problemchen. Also alles wie immer und langweilig wird Ubuntu damit auch nicht. :-)

TTCut 0.19.6 funktioniert nicht mehr. Jedenfalls wenn man den Encodingmodus benutzt. Der Grund ist wohl, dass sich die Parameter für transcode in den neueren Versionen anscheinend geändert haben und TTCut mittlerweile schon eine Weile nicht mehr upgedatet wurde. Ärgerlich aber kein großes Problem, da bereits eine Lösung im Netz bereit steht. Hey, so funktioniert FLOSS.

Wer nicht lange rummachen will, kann hier ein von mir erstelltes Debian-Paket herunterladen:

Für alle Bastler folgt nun die Kurzanleitung. Benötigt wird neben dem Quellcode von TTCut 0.19.6 auch die .diff-Datei aus diesem Post. Jetzt erstmal TTCut entpacken und die .diff-Datei in das gleiche Verzeichnis kopieren.
Um den Patch anzuwenden genügt dieser Befehl im ttcut-Ordner:

patch -p1 < *.diff

Die weiteren Schritte sind netterweise in der Datei INSTALL.DE beschrieben. Dort stehen auch die benötigten Bibliotheken.

  1. qmake ttcut.pro -o Makefile.ttcut
  2. make -f Makefile.ttcut

Und damit hat man die ausführbare Datei auch schon erstellt.

NeoTool 1.2: .deb-Paket

Freitag, 12. Juni 2009

Ein praktisches Tool zum Flashen des Smartphones Openmoko FreeRunner hat Heikki Mäntysaari gebastelt: NeoTool. Es benutzt dfu-util, das mittlerweile auch in den Repositories von Ubuntu ist (ab Intrepid Ibex).
Leider hat es NeoTool noch nicht in die Repositories geschafft (Diskussion dazu). Deshalb biete ich hier ein Debian Paket zum Download an:

Gestartet wird das Tool über Entwicklung -> Openmoko NeoTool.

Den Quellcode gibt es auf dieser Webseite.

XviD 1.2.2: Kompilieren & .deb-Paket

Samstag, 30. Mai 2009

Vor einer Weile habe ich beschrieben, wie man XviD 1.2.1 kompiliert und ein Debian-Paket erstellt. Gestern ist die Version 1.2.2 veröffentlicht worden. Im Folgenden beschreibe ich kurz, wie man diese Version kompiliert sowie ein Debian-Paket erstellt. Ganz unten findet ihr den Download-Link, zu dem von mir erstellten .deb-Paket.

Schritt 1: Kompilieren

Im Gegensatz zur vorherigen Version, ist das Kompilieren einfacher geworden. Ich habe lediglich festgestellt, das die yasm-Version in Ubuntu 9.04 zu alt für XviD 1.2.2 ist. Da ich kein Fremdpaket installieren wollte, habe ich nasm aus den Repositories installiert und damit geht es einwandfrei.
Wie gehabt wird das .tar.gz-Archiv heruntergeladen und nach /tmp entpackt und anschließend mit dem 3-Wege-Build kompiliert:

  • configure
  • make
  • make install
florian@bugie:/tmp$ cd xvidcore/build/generic/
florian@bugie:/tmp/xvidcore/build/generic$ ./configure --prefix=/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.2_i386/usr

Durch den Parameter --prefix wird später nichts wirklich im System installiert, sondern in den angegeben Ordner, um ein Debian-Paket zu erstellen.

Nach
make
make install

sollten die folgenden Dateien vorhanden sein:

/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr/lib/libxvidcore.so.4.2
/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr/lib/libxvidcore.a
/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr/include/xvid.h

Falls es zu einem Error bei einem der 3 Schritte kommt, fehlt wahrscheinlich ein Paket. Ansonsten ist XviD jetzt kompiliert und “installiert”.

Schritt 2: .deb-Paket erstellen

Dieser Schritt läuft analog zur vorherigen Version, lediglich die control-Datei ist geringfügig anders:

Package: libxvidcore4
Version: 2:1.2.2
Section: libs
Priority: optional
Architecture: i386
Depends: libc6 (>= 2.9-4)
Installed-Size: 1648
Maintainer: Florian Bugiel <blog.bugie.de>
Description: High quality ISO MPEG4 codec library
 Xvid is a high quality/performance ISO MPEG4 codec. This package contains
 the runtime core library that can be used by various programs (among them
 mplayer/mencoder, transcode)

Also: Verzeichnis DEBIAN im Verzeichnis libxvidcore4_1.2.2_i386 anlegen, control-Datei mit obigem Inhalt erstellen und Paket erstellen:

florian@bugie:$ cd /tmp/xvidcore/build/generic/
florian@bugie:/tmp/xvidcore/build/generic$  dpkg --build libxvidcore4_1.2.2_i386

Und fertig ist das Debian-Paket. Im früheren Artikel habe ich dies detaillierter erklärt, falls etwas unklar ist.

Debian-Paket: Download

Für alle, denen das zu aufwändig ist, biete ich das Paket als Download an:

Topfield: guppy 1.0.2-2

Samstag, 02. Mai 2009

Nach dem Upgrade auf Ubuntu 9.04 lief guppy nicht mehr, weil sich ein Pfad für Python geändert hat. Um das Debian-Paket für python 2.6 zu erstellen, ist eine kleine Anpassung notwendig:

  • make deb
  • build/deb/usr/lib/python2.6/site-packages ändern in: dist-packages
  • dpkg –build build/deb dist/guppy_1.0.2-2_all.deb

Download des Debian-Pakets und des Quellcodes basierend auf meiner Version 1.0.2-1:

XviD 1.2.1: .deb-Paket

Freitag, 06. März 2009

Im vorherigen Artikel habe ich beschrieben, wie man selbst ein XviD-Paket baut. Für alle, die darauf keine Lust habe, biete ich hier das von mir erstellte Paket an:

Howto: XviD-Paket unter Linux erstellen

Freitag, 06. März 2009

In diesem Artikel beschreibe ich, wie man eine aktuelle Version des XviD-Codecs kompiliert und ein Debian-Paket daraus baut.

Zunächst lädt man sich den Quelltext der aktuellen Version herunter. Ich habe dazu den release tarball Version 1.2.1 benutzt. Man kann natürlich auch eine CVS-Version, bzw. den daily snapshot benutzen.
Die .tar.gz-Datei kopiert man am Besten nach /var/tmp/ – das temporäre Arbeitsverzeichnis unter Linux. Anschließend wird die Datei entpackt. Falls man lieber die CVS-Version benutzen möchte, wechselt man nach /var/tmp/ und lädt mit diesem Befehl den aktuellen snapshot herunter:
cvs -d:pserver:anonymous@cvs.xvid.org:/xvid co xvidcore

Nun wechselt man in das Verzeichnis /var/tmp/xvidcore/build/generic. Der Build-Vorgang ist Standard:

  • configure
  • make
  • make install

Lediglich bei der CVS-Version muss zu Beginn (also vor ./configure) ./bootstrap.sh ausgeführt werden.

Da am Ende ein .deb-Paket erstellt werden soll, sind noch ein paar Anpassungen notwendig.
Zunächst habe ich festgestellt, dass die Datei “config.sub” fehlt. Als Lösung habe ich diese Datei vom Paket automake benutzt, d.h. erstmal kopiert. Mit locate config.sub kann man feststellen, wo solche Dateien im System vorhanden sind. Falls jemand hierfür eine bessere Lösung gefunden hat, hinterlasse bitte einen Kommentar. Nunja, dies gilt eigentlich grundsätzlich für meinen Blog. :-)

Der erste Schritt: configure. Um ein Paket zu erstellen, müssen die Binärdateien installiert werden. Dies soll allerdings nicht im System geschehen, sondern im Arbeitsverzeichnis. configure bietet hier die Möglichkeit das Ziel mit dem Parameter “prefix” anzugeben. Weiterhin muss die Architektur angegeben werden (zumindest wurde sie bei mir nicht korrekt erkannt). Die bisherigen Schritte:

florian@bugie:/var/tmp$ cd xvidcore/build/generic/
florian@bugie:/var/tmp/xvidcore/build/generic$ cp /usr/share/automake-1.10/config.sub ./
florian@bugie:/var/tmp/xvidcore/build/generic$ ./configure --build=i386-pc-linux-gnu --prefix=/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr

Sobald der letzte Befehl mit Enter bestätigt wurde, wird der configure-Vorgang gestartet. Er sollte ohne error durchlaufen. Falls ihr einen error bekommt, hoffe ich mal, dass ihr an Hand der Fehlermeldung eine Lösung findet (oder einfach hier nachfragen). Dies gilt auch für die übrigen Schritte.

Die nächsten beiden Schritte sind einfach, können allerdings ein bisschen dauern:
make
make install

Jetzt sollten diese Dateien vorhanden sein:

/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr/lib
/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr/lib/libxvidcore.so.4.2
/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr/lib/libxvidcore.a
/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr/include
/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr/include/xvid.h

Und jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen – XviD ist kompiliert und “installiert”.

Es folgt das Erstellen des .deb-Pakets. Grundlegend hierfür ist die control-Datei. In ihr stehen Informationen wie die Version, Abhängigkeiten, Paketname, etc. Ich habe diese Datei benutzt:

Package: libxvidcore4
Version: 2:1.2.1
Section: libs
Priority: optional
Architecture: i386
Depends: libc6 (>= 2.7-1)
Installed-Size: 1140
Maintainer: Florian Bugiel <blog.bugie.de>
Description: High quality ISO MPEG4 codec library
 Xvid is a high quality/performance ISO MPEG4 codec. This package contains
 the runtime core library that can be used by various programs (among them
 mplayer/mencoder, transcode)

Diese drei Dinge sollen angepasst werden:

  • Version
  • Installed-Size
  • Maintainer

Bei “Version” trägt man die XviD-Version ein, die benutzt wird. Bei mir ist dies “1.2.1″. Allerdings steht bei der Version aus dem Ubuntu-Repository “2:” davor. Damit man einfach aktualisieren kann, kommt ebenfalls “2:” davor. Falls man eine CVS-Version benutzt kann man aktuellere Versionen auf diese Weise durchnummerieren: “2:1.2.1-1″, “2:1.2.1-2″, “2:1.2.1-3″, usw.
“Installed-Size” ist die Größe der installierten Dateien in kb. Hierfür rechnet man einfach die Größen der Dateien in /var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/usr zusammen.
Der dritte Punkt “Maintainer”: da schreibt ihr euren Namen rein, da ihr das Paket zur Verfügung stellt. :-)
Nun erstellt man zunächst ein Verzeichnis DEBIAN im Verzeichnis libxvidcore4_1.2.1_i386 und darin die Datei control mit dem besprochenen Inhalt:

 mkdir /var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/DEBIAN
florian@bugie:/var/tmp/xvidcore/build/generic$ cd libxvidcore4_1.2.1_i386/DEBIAN/
florian@bugie:/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/DEBIAN$ ls -l
insgesamt 4
-rw-r--r-- 1 florian florian 411 2009-03-06 11:58 control
florian@bugie:/var/tmp/xvidcore/build/generic/libxvidcore4_1.2.1_i386/DEBIAN$

Nach einem Wechsel nach /var/tmp/xvidcore/build/generic wird das Paket mit diesem Befehl erstellt: dpkg --build libxvidcore4_1.2.1_i386

Und fertig ist das XviD-Paket: libxvidcore4_1.2.1_i386.deb

Anmerkung: Ein gutes, englischsprachiges Howto, wie man Debian-Pakete baut, habe ich hier gefunden.

Topfield: guppy 1.0.2-1

Dienstag, 03. März 2009

Dieser Artikel ist wieder gaaanz geringfügig off-topic, wenn man meine ursprünglichen Pläne betrachtet. :-)
Es geht um guppy, eine Oberfläche für puppy, mit dem man Dateien von und zu dem DVB-Receiver 5×00 der Firma Topfield übertragen kann (ich besitze den TF5200PVRc, der einzige DVBC-Receiver neben der Dreambox, auf den man unter Linux zugreifen kann).
Bei guppy hat mich schon längere Zeit gestört, dass der Turbomodus standardmäßig deaktiviert ist und außerdem beim Aktivieren eine Warnmeldung kommt. Diese lässt sich zwar deaktivieren, allerdings wird diese Einstellung nicht auf der Festplatte gespeichert.
Basierend auf Version 1.0.2 habe ich dieses Verhalten nun geändert: der Turbomodus ist nun standardmäßig aktiviert.


Update
: Mittlerweile gibt es Version 1.0.2-2