Schlösser in Rastatt

Residenzschloss Rastatt

Am vorletzten Wochenende besuchten wir die beiden Schlösser in Rastatt. Wir begannen mit dem Schloss Favorite, das Sibylla Augusta von Baden-Baden Anfang des achtzehnten Jahrhunderts bauen ließ. Das Lustschloss diente dem Spiel, der Jagd und als Ausstellungsort des chinesischen Porzellans der Markgräfin.

Während der Führung haben wir gelernt, woher die beiden Redensarten »alles in Butter« und »durch die Lappen gegangen« stammen. Kostbarkeiten wie Glas und Spiegel transportierte man früher in großen Fässern voll mit Butter, um sie zu schützen. War alles in Butter, konnte man davon ausgehen, dass die Fracht ihr Ziel sicher erreichte.
In jenen Zeiten waren Schaujagden sehr beliebt. In einem umzäunten Bereich stand ein längliches Haus, in dem die Jäger saßen und das herangetrieben Wild erlegten. Jeder Schuss wurde akribisch notiert und am Ende des Jahres gab es Bestenlisten. An den Toren der Zäune hingen lange Lederlappen, vor denen die Tiere scheuten. Schaffte es zum Beispiel ein Reh dennoch hinaus, musste es begnadigt werden und es war durch die Lappen gegangen.

Die Residenz in der Stadtmitte ist noch beeindruckender und wurde nur wenige Jahre vor dem Lustschloss erbaut. Sehr schön zu sehen sind die Unterschiede zwischen der Einrichtung der Markgräfin und des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, obwohl der Aufbau der Zimmer komplett identisch ist.

Schloss Favorite Rastatt

Schloss Favorite Rastatt

Rastatt

Zeus Residenzschloss Rastatt Residenzschloss Rastatt

Residenzschloss Rastatt