Neuseeland #4: Oamaru

Telephone

Nachdem wir ja nun einen Tag früher als geplant in Oamaru ankommen, beschließen wir zwei Nächte zu bleiben und können so einen vollen Tag in dieser Stadt des viktorianischen Krimskrams und des Steampunk verbringen.

Oamaru pflegt sein viktorianisches Erbe und sammelt alles was für ihr jährliches Victorian Heritage Festival gebraucht werden könnte. In den alten Lagerhäusern und Werkstätten stapeln sich alte Kutschen, Schiffe, Boote und Pferdezubehör sowie auch etliche Kulissenteile. In der Altstadt finden sich außerdem einige viktorianische Gebäude (allerdings sehen irgendwie nur die Frontseiten wirklich so aus) und viele Kunsthandwerker, die ihre Waren in den alten Fabrikgebäuden zum Kauf anbieten.

Im Obergeschoss eines dieser Fabrikgebäude finden wir eine kuriose Ausstellung, die sich „The Timetraveller’s Experience“ nennt. Hier stellt der Sammler seine unzähligen Stücke rund um Film, Kino und Fernsehen aus, die er in 20 Jahren zusammengetragen hat. Für die Doctor Who Fans gibt es sogar eine Tardis aus Holz, die man betreten kann.

In einem anderen Gebäude verbirgt sich das Oamaru Heritage Radio, in dem man den Moderatoren bei der Arbeit zusehen kann.

Das absolute Highlight von Oamaru sind die Pinguine, die hier am Strand und an der Küste wohnen. Es gibt hier zwei Arten, die Gelbaugen-Pinguine und die Zwergpinguine (auf englisch blue penguins, wegen dem blauen Gefieder). Erstere leben am Bushi Beach und kommen gegen 19:00 Uhr an Land. Im Moment sind das aber nur drei Stück und man ist oberhalb des Strandes so weit von ihnen entfernt, dass man sie kaum sehen kann.

Die Zwergpinguine, die nur etwa 30 cm groß sind, kann man hingegen wunderbar beobachten. Das Viewing kostet zwar 28 Dollar Eintritt, aber das lohnt sich echt! In der Kolonie leben etwa 550 Pinguine, die mit Anbruch der Dunkelheit von ihrem Beutefang auf offener See an Land kommen um in ihren Nestern zu schlafen. Hier brüten sie auch ihre Jungen aus. Pro Tag schwimmen die Pinguine bis zu 75 Kilometer. Sie kommen immer in Gruppen von 6 bis 20 Stück an Land, verschnaufen kurz am Strand und watscheln dann über eine freie Fläche zu ihren Nestern. Links und rechts von dieser Fläche sind Tribünen aufgebaut von denen aus man sie beobachten kann. Der Platz ist mit einem gelben Licht beleuchtet, welches die Pinguine nicht stört. Fotografieren ist allerdings streng verboten.
Nicht alle leben in den für sie angelegten Nistkästen. Viele haben sich rund um die Station in Felshöhlen einquartiert. So kann man auf dem Rückweg noch Pinguine auf der Straße beobachten. Freiwillige Helfer passen auf, dass sie in Ruhe die Straße überqueren können. Hier darf man dann auch fotografieren. Beim Losfahren, muss man allerdings darauf achten, dass sich keiner unter dem Auto versteckt hat. Es sind wirklich putzige kleine Tierchen, die man am liebsten mit nach Hause nehmen würde.

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