Neuseeland #34: Wai-O-Tapu & Rotorua

Wai-O-Tapu

Den Weg von Taupo nach Rotorua legen wir auf dem Thermic Highway zurück. Dieser führt uns auch zum Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Hier gibt es Geysire und dampfendes Wasser. Danke Pepper für den Tipp, es hat sich echt gelohnt.

Pünktlich um 10:15 Uhr bricht der ortsansässige Geysir „Lady Knox“ täglich aus. Naja, es wird mit einer Packung Seifenpulver nachgeholfen. Dieses löst die Oberflächenspannung des Wassers im Krater und der Geysir legt innerhalb von einigen Sekunden los. Entdeckt wurde der Geysir von den Insassen eines Gefängnisses, das es hier früher gab. Diese nutzten ihn um ihre Wäsche zu waschen.

Anschließend machen wir uns auf in den Park, welchen man auf einem gut ausgebauten Weg umrunden kann. Wir lassen uns viel Zeit und schauen uns alles genau an. An diversen Stellen kann man die Tour abkürzen, aber wir möchten gerne alles sehen. Nicht, dass wir eine bunte Wasserpfütze verpassen. Wai-O-Tapu ist vulkanisch ziemlich aktiv. Aus jeder Ritze im Gestein dampft es und die Ufer und Böden der Wasserbecken sind in den unterschiedlichsten Farben eingefärbt. Das Wasser bringt verschiedene Mineralien aus dem Erdinneren mit, welche sich dann auf dem Gestein sammeln und so die schönen Farben zustande kommen lassen. Auch die Tierwelt macht sich die warme Luft zunutze. Einige clevere Vögel bauen ihre Nester in einen der Krater uns lassen ihre Eier dann von der Wärme aus dem Innern ausbrüten.

Wai-O-Tapu

Am beeindruckendsten ist die Farbe des Devil’s Bath. Es sieht aus, als wären im Wasser tausende von Textmarkern ausgelaufen.

Einziger Wermutstropfen ist der Geruch hier überall. Es riecht dermaßen nach Schwefel, dass es irgendwann nur noch schwer auszuhalten ist. Am schlimmsten ist das an dem großen See in der Mitte. Dieser dampft unablässig vor sich hin und sobald der Wind ein wenig dreht, steht man voll im Schwefeldampf.

Im Anschluss fahren wir noch zum Mud Pool, der einige Hundert Meter weiter Richtung Rotorua liegt. Faszinierend, wie der Matsch hier brodelt und blubbert…und stinkt…Anfassen möchte man das Geblubbere lieber nicht, es sieht wirklich ungesund aus. Tatsächlich sind das Wasser und der Matsch stark säurehaltig.

Nun geht es weiter nach Rotorua, wo wir die Nacht verbringen werden. Auf dem Weg biegen wir noch vom Highway ab Richtung „Volcanic Valley“ und finden tolle grüne Hügel mit vielen Schafen und weißen Kühen. Das Volcanic Valley ist wohl etwas ähnliches wie Wai-O-Tapu und kostet auch ziemlich viel Eintritt. Wir verlassen uns auf Pepper, die uns gesagt hat, dass Wai-O-Tapu das lohnendste ist und fahren weiter.

Wir sind gegen halb fünf in Rotorua und die meisten Attraktionen (wie Kiwi-Watching oder Maori-Dorf) schließen um sechs und kosten 40 Dollar Eintritt. Wir schlendern also noch ein bisschen durch den Park, der zwischen Motel und Stadtzentrum liegt. Auch hier gibt es heiße, dampfende Quellen. Einige Motels haben sogar welche auf dem Grundstück. Wenn man gerade Wai-O-Tapu gesehen hat, sind die kleinen Tümpel hier aber garnicht mehr so spannend. Im Park gibt es auch kleine Becken, die man als Fußbad benutzen kann. Wir möchten aber unsere Füße da nicht reinhängen aus Angst, der Geruch geht auf die Haut über. Langsam kann ich es auch echt nicht mehr riechen…

Die Stadt ist ziemlich ausgestorben, da auch hier die Geschäfte ziemlich früh schließen. Wir suchen uns also einen gemütlichen Pub und essen zu Abend. Morgen müssen wir früh raus, weil wir die erste Tour durch Hobbiton um halb zehn gebucht haben und bis dahin noch eine Stunde fahren müssen.

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Rotorua

Rotorua