Neuseeland #18: Arrowtown

Arrowtown

Da wir uns schon gedacht haben, dass Queenstown nicht so unser Ding ist, haben wir beschlossen, stattdessen lieber in Arrowtown zu übernachten. Arrowtown ist das Paradebeispiel einer ehemaligen Goldgräberstadt. Der historische Ortskern wurde liebevoll restauriert, sodass man sich hier zurück versetzt fühlt in die Zeit des neuseeländischen Goldrausches Mitte des 19 Jahrhunderts.

In der Nähe von Arrowtown wurde im Arrow River das erste Gold in Neuseeland gefunden. Die Bevölkerungszahl der Stadt wuchs rasend schnell an. Die 80 Goldfelder um Arrowtown verschwanden aber innerhalb eines Jahrzehnts wieder und die meisten Städte aus dieser Zeit sind heute nur noch Geisterstädte.  Das historische Erscheinungsbild ist dank der restaurierten Bergmannshäuser, Geschäfte und Restaurants geblieben und so bildet Arrowtown eine wunderschöne Kulisse für einen nachmittäglichen Spaziergang.

Am westlichen Ortsrand befindet sich die Chinesensiedlung. Die hatten wir uns garnicht so interessant vorgestellt. Mit dem Goldrausch kamen auch viele chinesische Siedler nach Arrowtown. Es gab jedoch immer wieder Reibereien mit den europäischen Siedlern. Darum mussten die Chinesen außerhalb der Siedlung leben. Sie bauten sich hier ein eigenes Dorf aus kleinen Lehmhütten auf. Wirkliche Steinhäuser gab es nur zwei oder drei. Eines davon ganz am Rand der Siedlung steht noch. Ein paar der Lehmhütten sind inzwischen restauriert. So kann man gut nachvollziehen, wie die chinesischen Siedler hier gelebt haben. Wir empfinden diese Hütten als beängstigend klein und dunkel. Von den meisten Gebäuden sieht man allerdings nur noch die Grundmauern oder Hügel.

In Queenstown waren wir kürzer als gedacht und so ist noch Zeit, einen Abstecher Richtung Cromwell zu unternehmen. Auf der Fahrt dort hin halten wir beim Roaring Meg. Das ist ein kleines Wasserkraftwerk, das in den Kawarau River mündet. Auch wenn der Name es vermuten lässt ist es hier nicht besonders laut.

Ebenfalls auf dem Weg nach Cromwell kommen wir am Goldfields Mining Center vorbei. Das hat allerdings leider schon geschlossen und so können wir nur die Hinweistafeln lesen und einen Blick über die Brück auf die alten Goldfelder werfen. Die Goldfelder waren meist nicht so gut zugänglich wie dieses hier. Wenn das Touristikzentrum geöffnet hat, kann man sich anschauen, wie damals das Gold abgebaut wurde und man kann sich selbst im Goldwaschen versuchen. Auch hier gibt es eine Chinesensiedlung, es war also wohl üblich, diese Siedler aus dem eigentlichen Ort zu verbannen.

Cromwell selbst ist dann aber leider eine Enttäuschung. Teile der Stadt wurden im Stausee versenkt, aber auch die übrig gebliebenen Reste der alten Gebäude sind nicht wirklich spannend. Ansonsten gibt es hier nur eine Obstplantage neben der anderen, weshalb das Stadtmarketing Cromwell gerne als den „Obstkorb des Landes“ anpreist.

The Postmasters Residence

Arrowtown

Chimney in the Garden

Wilcox Green

Arrowtown

Arrowtown

Arrowtown

Arrowtown

Church

Arrowtown Chinese Village

Arrowtown Chinese Village

Arrowtown Chinese Village

Arrowtown Chinese Village

Arrowtown Chinese Village

Roaring Meg

Gold Fields