HTC Hero & Linux: Synchronisieren dank Google

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Lange Zeit war ich auf der Suche nach einem Handy, das auch mit Linux zusammen spielt. Die erste Idee war das Openmoko FreeRunner. Hat Spaß gemacht, war aber auf Dauer nichts für mich (die Gründe könnt ihr im letzten Artikel dieser Rubrik nachlesen). Parallel hatte ich versucht irgendwie mein Motorola V3 Razr unter Linux zu synchronisieren. Etliche Versuche mit opensync, kmobiletools, wammu/gammu, bitbim, moto4lin,… später habe ich es aufgegeben und meiner Mutter vermacht. Mittlerweile klang die Linux-Mobile-Alternative Android sehr verlockend und was soll ich sagen? Gekauft, begeistert.

Die Nachteile eines Betriebssystems von Google liegen auf der Hand: Google kennt meine Kontakte, meine Adressen und meine Kreditkartendaten. Und bei Nutzung entsprechender Dienste weiß Google auch metergenau wo ich gerade bin. Dieses Thema möchte ich hier aber nicht diskutieren, meine Entscheidung ist gefallen.

Kommen wir zum eigentlichen Thema: Synchronisieren von Kontakt- & Kalenderdaten. Vorneweg: es funktioniert über das Googlekonto.

Kalender

Bis vor kurzem habe ich das Thunderbird-Addon Lightning benutzt. Das Einbinden des Google-Kalenders funktioniert recht einfach durch das Addon Provider for Google Calendar. Es wird lediglich die XML-Kalenderadresse vom Googlekalender benötigt die man als Kalenderadresse einträgt.

google_kalender_adresse_xml

Meistens funktioniert das Ändern oder Hinzufügen von Terminen auch, manchmal aber auch nicht. Jedenfalls fand ich die Möglichkeit die Termine im Gnome-Kalender (Klick auf die Uhr im Systray) anzeigen zu lassen schöner und einfacher. Ändern kann ich Termine jederzeit im Browser oder über das Handy. Das Einbinden funktioniert auch hier sehr einfach, allerdings mit der ICAL-Kalenderadresse:

/usr/lib/evolution-webcal/evolution-webcal ICAL_KALENDERADRESSE

Eventuell befindet sich evolution-webcal in einem anderen Verzeichnis, dies ist von der Distribution abhängig. Finden kann man es mit:

whereis evolution-webcal

Schauen wir uns einen typischen Dienstag an:

Gnome Kalender

Damit dürfte auch die Integration in Evolution erledigt sein. Da ich das aber nicht benutze, kann ich euch auch keinen Screenshot zeigen. :-)

Will man einen Kalender wieder entfernen oder die Farbe ändern, ist man ohne Evolution aber aufgeschmissen. Es sei denn man hat das hübsche, kleine Programm Dates installiert:

Dates

Kontakte

Die Kontakte lassen sich gleichfalls über Addons mit Thunderbird synchronisieren. Am einfachsten erscheint mir Google Contacts, das das Google-Konto automatisch erkennt, falls es in Thunderbird eingerichtet ist. Es wird automatisch ein neues Adressbuch angelegt und die einzige Anpassung, die ich noch vorgenommen habe, war die Sortierung nach dem Anzeigename (Adressbuch -> Ansicht -> Namen anzeigen -> Anzeigename).

Dieser Artikel entstand aufgrund eines Wunsches in den Kommentaren.

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5 Antworten zu “HTC Hero & Linux: Synchronisieren dank Google”

  1. “Das Einbinden des Google-Kalenders funktioniert recht einfach durch das Addon Provider for Google Calendar. Es wird lediglich die XML-Kalenderadresse vom Googlekalender benötigt die man als Kalenderadresse einträgt.”

    Geht in Evolution noch einfacher. Es gibt sogar die Möglichkeit, direkt Google Kalender einzubinden…

    http://www.erbenux.com/internet/evolution-google-contacts-calendar-und-windows-mobile-teil-3.html

    Dasselbe gilt für die Kontakte…

    • avatar Bugie sagt:

      Bei Evolution stört mich bisher, dass man es nicht ohne die Mail-Funktion nutzen kann (oder etwa doch?). Werde es mir aber wohl oder übel doch mal einrichten und ausprobieren.
      Meine Kontakte brauche ich aber in Thunderbird. :-)

  2. avatar hoergen sagt:

    Du solltest Dir vielleicht mal funambol anschauen.

    • avatar Bugie sagt:

      Ich habe mal etwas recherchiert. Für Android gibt es einen Client. Nutzt jemand Funambol zum Synchronisieren seines Android-Handys? Würde mich freuen, wenn jemand seine Erfahrungen hier postet.

      Für alle: Funambol ist ein SyncML Server.

  3. avatar Matthäus sagt:

    Programme, die dank der Path-Variable von überall aus aufrufbar sind, kann man auch über whereis finden. Das kann in manchen Situationen besser sein:
    % whereis nautilus
    nautilus: /usr/bin/nautilus /usr/lib/nautilus /usr/share/nautilus /usr/share/man/man1/nautilus.1.gz
    % locate nautilus
    gibt eine sehr lange Liste

    Danke für Deinen Artikel, ich spiel auch mit dem Gedanken, ein Android-Phone zu kaufen. Für Termine bleib ich aber vermutlich trotzdem bei meinem Moleskine, hier war analog bisher immer die einfachste Lösung.